Fermentiertes Essen ist keine Modeerscheinung – es ist eine der ältesten Konservierungsmethoden der Welt. Unsere Großmütter haben ganz selbstverständlich Sauerkraut eingemacht, Gurken eingelegt und Brottrunk angesetzt. Heute wissen wir, dass fermentierte Lebensmittel wahre Superfoods sind: Sie stecken voller Probiotika, Vitamine und Enzyme, die unserer Darmgesundheit guttun.
Das Schöne am Fermentieren: Du brauchst nur wenige Dinge, die du wahrscheinlich schon zu Hause hast.
Entferne die äußeren Blätter (1–2 Stück aufheben!), viertle den Kohl und schneide den Strunk heraus. Dann den Kohl in feine Streifen hobeln oder schneiden. Je feiner, desto schneller fermentiert er.
Gib den Kohl in eine große Schüssel und streue das Salz darüber. Jetzt heißt es: kräftig kneten! Mindestens 10 Minuten lang, bis der Kohl weich wird und reichlich Saft austritt. Das ist die Salzlake, in der der Kohl fermentieren wird.
Drücke den Kohl schichtweise fest in dein Glas. Zwischen den Schichten immer wieder kräftig stampfen, damit keine Luftblasen bleiben. Der Saft muss den Kohl vollständig bedecken – das ist entscheidend!
Lege eines der aufgehobenen Kohlblätter oben auf und beschwere es mit einem kleinen Glas oder einem sauberen Stein. Der Kohl muss unter der Lake bleiben.
Stelle das Glas bei Zimmertemperatur (18–22°C) an einen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung. In den ersten Tagen wirst du Bläschen aufsteigen sehen – das ist gut! Nach 5–7 Tagen kannst du zum ersten Mal probieren. Für ein mildes Sauerkraut reichen 1–2 Wochen, für mehr Säure 3–4 Wochen.
Fermentieren ist eine wunderbare Verbindung von Tradition und Gesundheitsbewusstsein. Traut euch – es ist einfacher als ihr denkt!
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